the duck test
The question is: If it walks like a duck and quacks like a duck, is it a duck?
Die Logik des sogenannten duck test ist ebenso simpel wie verfänglich: Wenn etwas watschelt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es eine Ente. Oder nicht?
Der duck test gilt als wesentlicher Bestandteil unseres intuitiven Handelns, auch wenn wir ihn meist unbewusst anwenden, um Dinge und Personen zu definieren. Unser Kopf gleicht dabei einem enormer Schrank mit alphabetisch angelegten Schubladen, in dem unendlich viele Karteikärtchen liegen. Die ziehen wir ständig auf und zu und lesen nach: Wer ein Rad schlägt, ist ein Pfau. Wer sich auf die Brust schlägt und jedem Rock hinterhersteigt, ein oberflächlicher Affenarsch. Wer nicht zurückruft, hat a) eine Freundin b) sein Handy verloren oder c) unergründliche Probleme.
Wir modifizieren unseren persönlichen duck test ständig. Multiplizieren unsere Erfahrung hinein und fütten ihn mit neuen Definitionen aus dem Medienpuff und sämtlichen Popkultur-Klischees.
Und jeden Tag gehen wir vor die Tür und spielen "Was bin ich?". Wir denken, wenn wir dieses und jenes tun, tragen, sagen, machen oder posten, dann sehen und beurteilen uns die anderen so und so. If I walk like a duck and quack like a duck, then I am a duck.
Wir glauben fest daran, dass wir beeinflussen können, was ein anderer über uns denkt. Und das ist unwahrscheinlich arrogant. Und gleichzeitig herrlich naiv. Bei dem ganzen "Was bin ich?"- Karneval vergessen wir, dass wir meist noch nicht einmal wissen, wie wir eigentlich genau selbst sind. Was wir überhaupt sein wollen.
1964 veröffentlichte ein Psychiater namens Eric Berne ein Buch mit dem Titel "Spiele der Erwachsenen." Berne stellte fest, dass jedes Spiel, egal wie unerfreulich es ist, einem oder beiden Spielern einen bestimmten Gewinn bringt. Und je mehr Spiele wir im Umgang mit anderen selbst spielen, umso mehr gehen wir auch davon aus, dass die anderen es tun.
Vielleicht machen sie sich aber gar nicht soviel Gedanken um uns oder ganz andere Gedanken, als wir glauben. Da könnten wir uns doch gleich mal wieder ein bisschen lockerer machen und so sein, wie wir gerade lust haben. Nicht zurückrufen. Einfach abhauen und keinem Bescheid sagen. Schweigen, wenn man will. Ein Rad schlagen, wenn man sich danach fühlt. Jedem Rock hinterhersteigen, wenn die Röcke es sich gefallen lassen.
Vielleicht würden wir uns dann endlich freier fühlen, so frei, wie wir es uns doch immer wünschen. Und nicht mehr so unendlich gelangweilt, weil wir gauben, schon zu wissen, wie der Hase läuft. Weil wir Spiele spielen und zwischendurch noch schnell auf unsere Karteikarten schauen: If it walks like a duck and quacks like a duck, it has to be a duck!
Wir sollten das lassen. Oder wenigstens warten, um zu schauen, ob die vermeintliche Ente wenigstens schwimmen kann.
Quak, quak.
Die Logik des sogenannten duck test ist ebenso simpel wie verfänglich: Wenn etwas watschelt wie eine Ente und quakt wie eine Ente, dann ist es eine Ente. Oder nicht?
Der duck test gilt als wesentlicher Bestandteil unseres intuitiven Handelns, auch wenn wir ihn meist unbewusst anwenden, um Dinge und Personen zu definieren. Unser Kopf gleicht dabei einem enormer Schrank mit alphabetisch angelegten Schubladen, in dem unendlich viele Karteikärtchen liegen. Die ziehen wir ständig auf und zu und lesen nach: Wer ein Rad schlägt, ist ein Pfau. Wer sich auf die Brust schlägt und jedem Rock hinterhersteigt, ein oberflächlicher Affenarsch. Wer nicht zurückruft, hat a) eine Freundin b) sein Handy verloren oder c) unergründliche Probleme.
Wir modifizieren unseren persönlichen duck test ständig. Multiplizieren unsere Erfahrung hinein und fütten ihn mit neuen Definitionen aus dem Medienpuff und sämtlichen Popkultur-Klischees.
Und jeden Tag gehen wir vor die Tür und spielen "Was bin ich?". Wir denken, wenn wir dieses und jenes tun, tragen, sagen, machen oder posten, dann sehen und beurteilen uns die anderen so und so. If I walk like a duck and quack like a duck, then I am a duck.
Wir glauben fest daran, dass wir beeinflussen können, was ein anderer über uns denkt. Und das ist unwahrscheinlich arrogant. Und gleichzeitig herrlich naiv. Bei dem ganzen "Was bin ich?"- Karneval vergessen wir, dass wir meist noch nicht einmal wissen, wie wir eigentlich genau selbst sind. Was wir überhaupt sein wollen.
1964 veröffentlichte ein Psychiater namens Eric Berne ein Buch mit dem Titel "Spiele der Erwachsenen." Berne stellte fest, dass jedes Spiel, egal wie unerfreulich es ist, einem oder beiden Spielern einen bestimmten Gewinn bringt. Und je mehr Spiele wir im Umgang mit anderen selbst spielen, umso mehr gehen wir auch davon aus, dass die anderen es tun.
Vielleicht machen sie sich aber gar nicht soviel Gedanken um uns oder ganz andere Gedanken, als wir glauben. Da könnten wir uns doch gleich mal wieder ein bisschen lockerer machen und so sein, wie wir gerade lust haben. Nicht zurückrufen. Einfach abhauen und keinem Bescheid sagen. Schweigen, wenn man will. Ein Rad schlagen, wenn man sich danach fühlt. Jedem Rock hinterhersteigen, wenn die Röcke es sich gefallen lassen.
Vielleicht würden wir uns dann endlich freier fühlen, so frei, wie wir es uns doch immer wünschen. Und nicht mehr so unendlich gelangweilt, weil wir gauben, schon zu wissen, wie der Hase läuft. Weil wir Spiele spielen und zwischendurch noch schnell auf unsere Karteikarten schauen: If it walks like a duck and quacks like a duck, it has to be a duck!
Wir sollten das lassen. Oder wenigstens warten, um zu schauen, ob die vermeintliche Ente wenigstens schwimmen kann.
Quak, quak.
woodstock1982 - 24. Nov, 19:14
